


„rude“ – englisch für grob, unverschämt, roh, gemein, unanständig
The Rudes = die Unverschämten, die Grobiane
Ganz wörtlich ist der Bandname wohl nicht zu nehmen, eher „tongue-in-cheek“ – THE RUDES kommen weitgehend ohne Tattoos, harte Drinks und Pöbeleien aus, sondern pflegen durchaus höfliche Umgangsformen. Ihre Rohheit bezieht sich auf die furiose Bühnenperformance und verinnerlichte energiegeladene Rock-Attitüde. ELEVATOR UP, das aktuelle, zweite Album, fängt dies hervorragend ein!
Seit Anfang 2003 spielen THE RUDES in der aktuellen Besetzung, 2007 folgte das Albumdebut TIME TO SCRABBLE als Indie-Eigenrelease. Mit ELEVATOR UP wird es nun ein oder mehrere Stockwerke nach oben gehen – 13 Songs, die kaum Verschnaufpausen kennen, fast immer Vollgas geben und dennoch mit filigranen Arrangementdetails glänzen. Der Titel des Openers „I Want More“ ist programmatisch und spricht für sich. „Drowning“ besticht mit einem großartigen Gitarrenlick, „Change“ ist ein Gruß nach Skandinavien, eine Hommage an die Hellacopters, deren Einflüsse beim Songwriting gelegentlich durchblitzen. Das abschließende „Suizide Suze“ beschließt eine Rock’n’Roll Lehrstunde, die moderne Härte mit Retro-Feeling perfekt kombiniert.
ELEVATOR UP entstand im bandeigenen Primetime Studio, unter der Regie von Drummer Tom und Jeremias Burger. Das stylische Artwork steuert Gitarrist Hannes bei. Überhaupt übernehmen alle Musiker einen „Job“ innerhalb der Band. Die CD erscheint auf dem Label My Redemption Records, das von der befreundeten Band CASHLESS betrieben wird und deren 2011er Album „From Sparks to Fire“ fast zeitgleich veröffentlicht wird. In Zeiten der sterbenden Plattenindustrie bedeutet Eigeninitiative auch Autarkie und künstlerische Freiheit!
Wo werden THE RUDES in 20 Jahren sein? „Wir schlafen immer noch auf dem Boden. Und lieben es“, sagen sie selbst. Diese Bescheidenheit macht sympathisch, dürfte aber kaum für hellseherische Fähigkeiten sprechen…
THE RUDES
Aktuelles Album: ELEVATOR UP
VÖ 11.3.2011
My Redemption Records / CARGO